what we’ve discovered

Kann Bitcoin auf Null fallen?

May 18, 2026

Samara Asset Group's corporate news image, White logo on black background.Samara Asset Group's corporate news image, White logo on black background.Samara Asset Group's Ad Hoc news image, White logo on black background.Samara Asset Group's Ad Hoc news image, White logo on black background.

Obwohl der Bitcoin-Kurs nach jedem Bärenmarkt erfolgreich neue Allzeithochs erreicht hat, kommt in bestimmten Kreisen, insbesondere bei Bitcoin-Kritikern, immer wieder eine Frage auf: Kann Bitcoin auf null fallen?

In diesem Artikel erklären wir, was Bitcoin so wertvoll macht und warum es unwahrscheinlich ist, dass der Bitcoin-Kurs in Zukunft auf Null fallen wird.

TL;DR

  • Obwohl der Bitcoin-Preis theoretisch auf null fallen könnte, ist ein vollständiger Absturz höchst unwahrscheinlich.
  • Die Nachfrage bleibt stark, angetrieben von institutionellen Investoren, Käufen von Unternehmen zur Stärkung ihrer Bilanzen und langfristigen BTC-„HODLern“. Diese Faktoren tragen zur Stabilisierung des Vermögenswerts bei.
  • Trotz regelmäßiger Kurskorrekturen funktioniert das Bitcoin-Netzwerk weiterhin, gestützt auf seinem dezentralen Design und gut aufeinander abgestimmten Anreizen für alle Teilnehmer.
  • Historisch gesehen hat Bitcoin starke Rückgänge erlebt, sich jedoch immer wieder erholt.

Was macht Bitcoin so wertvoll?

Bitcoin, sowohl als Technologie als auch als Vermögenswert, leitet seinen Wert aus seinen Eigenschaften ab. Dazu gehören die Dezentralisierung, Zensurresistenz und Knappheit von 21 Millionen Coins.

Bitcoin ermöglicht es jedem Menschen weltweit mit Internetverbindung, Wert ohne Drittparteien oder jemanden in der Mitte zu übertragen. In manchen Fällen geht das sogar günstiger und schneller als über die traditionelle Finanzinfrastruktur.

Der Preis von Bitcoin wird durch die fundamentale, aber einfache Marktregel bestimmt: Angebot und Nachfrage.

Werfen wir einen Blick auf diese entscheidende Dynamik und darauf, wie sie heute geformt wird.

Marktnachfrage und Angebot

Bitcoin hat ein begrenztes Angebot von 21 Millionen Coins. Das macht BTC zu einem der knappsten Vermögenswerte der Welt und ist einer der Schlüsselfaktoren für den Wert von Bitcoin.

Im Gegensatz dazu kann das Angebot von Fiatgeld wie dem US-Dollar endlos ausgeweitet werden, wobei die Währung durch das kontinuierliche „Drucken" von neuem Geld entwertet wird.

Aktuell gelangen neu erzeugte BTC mit einer jährlichen Inflationsrate von rund 0,8 % auf den Markt. Was wesentlich weniger ist als bei Gold. Zudem findet etwa alle vier Jahre ein Bitcoin-Halving statt, das die Anzahl der neu geminten Bitcoins pro Block halbiert.

Da die Gesamtzahl der BTC nach oben gedeckelt ist und die Ausgabe stark abnimmt, stammt das Hauptangebot an BTC für Investoren aus bereits im Markt befindlichen Coins.

Nach den Regeln von Angebot und Nachfrage übersteigen die kontinuierlich wachsende Bitcoin-Adoption und Marktnachfrage das Angebot. Was am Ende den in Fiat denominierten BTC-Preis steigen lässt.

Die Nachfrage hängt dabei primär von zwei Faktoren ab: der Stimmung der Investoren und der globalen Adoption von Bitcoin.

Investorenstimmung

Im Laufe der 17-jährigen Geschichte von Bitcoin ist die Nachfrage nach BTC kontinuierlich gestiegen. Mit der Einführung der Spot-Bitcoin-ETFs (Exchange Traded Funds) in den USA am 11. Januar 2024 stieg die Investorenstimmung sowohl bei traditionellen institutionellen als auch bei Privatanlegern an, was BTC dabei half, seine Position als alternativer Vermögenswert zu festigen.

Mit Stand Juli 2025 halten Bitcoin-ETFs 135,71 Milliarden US-Dollar, was 6,32 % des gesamten BTC-Angebots entspricht. Zum Vergleich: Die Wallet, die dem anonymen Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto zugeschrieben wird, hält rund 5,23 %.

Bitcoin-ETF-Zuflüsse seit ihrer Zulassung im Januar 2024. Quelle: sosovalue.com

Dieser Wahrnehmungswandel ebnete Bitcoin den Weg bei Finanzinstituten, Hedgefonds, Pensionsfonds und anderen traditionellen Investoren. Als Reaktion auf die gestiegene Nachfrage und die zunehmende Legitimität begannen Finanzberater, BTC-Investments über ETFs vermehrt anzubieten. Dies hatte globale Auswirkungen und verbesserte die Anlegerstimmung gegenüber BTC weiter.

Globale Adoption

Neben der wachsenden Akzeptanz bei institutionellen und privaten Investoren gewinnt Bitcoin auch weltweit an Bedeutung.

Da Bitcoin rund um die Uhr verfügbar ist, hochliquid ist und ohne zentrale Instanz wie eine Zentralbank oder Regierung dahinter funktioniert, ist es eine sehr attraktive Alternative für nationale und internationale Transaktionen. Auch technologische Weiterentwicklungen wie das Lightning Network machen Bitcoin zu einem Zahlungsnetzwerk, während die Preisvolatilität kontinuierlich abnimmt.

Bitcoin gilt zudem als Wertspeicher und Schutz vor Währungsentwertung, insbesondere in Ländern mit weniger stabilen Geldsystemen. Tatsächlich planen zahlreiche Länder, darunter die USA, eigene strategische Bitcoin-Reserven aufzubauen.

Vor dem Hintergrund einer sich verbessernden Einstellung gegenüber Bitcoin von Investoren und wachsender globaler Adoption stellt sich folgende Frage:

Kann Bitcoin (jemals wirklich) wertlos werden?

Seit seiner Entstehung im Jahr 2009 hat Bitcoin mehrere Kurseinbrüche erlebt, manchmal sogar von mehr als 80 %. Doch er hat sich stets wieder erholt und neue Höchststände erreicht.

Aber dennoch: Kann der Kurs in US-Dollar auf null fallen?

Auch wenn nichts auf dieser Welt garantiert ist, ist es eher unwahrscheinlich, dass dies bei Bitcoin passiert.

Damit das geschehen könnte, müsste BTC alle seine Eigenschaften verlieren und niemand auf der Welt würde noch einen Wert darin sehen. Viele Bitcoiner scherzen sogar darüber, dass sie alle BTC aufkaufen würden, sollte der Preis gegen null fallen.

Theoretisch könnte ein solcher Absturz in einem Weltuntergangsszenario eintreten, etwa wenn die Technologie kläglich versagt, das Netzwerk angegriffen wird, eine kritische Schwachstelle ausgenutzt wird oder alle Regierungen der Welt diese Technologie verbieten. 

Ein weiteres theoretisches Szenario wäre, dass Bitcoin-Wale, einschließlich des mysteriösen Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto, aus irgendeinem Grund ihr gesamtes BTC-Portfolio verkaufen und so einen enormen Verkaufsdruck erzeugen.

Auch wenn diese Worst-Case-Szenarien den BTC-Kurs stark negativ beeinflussen könnten, ist es sehr unwahrscheinlich, dass sie Bitcoin auf null drücken würden.

Warum es höchst unwahrscheinlich ist, dass Bitcoin auf null fällt

Die Zahl der Kritiker und der Medienschlagzeilen, die Bitcoin als nächste Vermögensblase bezeichnen und seinen Absturz auf Null vorhersagen, nimmt von Jahr zu Jahr ab. Und das aus gutem Grund: BTC wird zunehmend legitimiert, nachdem er seine Widerstandsfähigkeit während seiner turbulenten 17-jährigen Geschichte unter Beweis gestellt hat.

Historische Widerstandsfähigkeit

In seinen Anfangstagen erlebte BTC gelegentlich Tagesverluste von 25 %. Doch mit der Zeit und mit wachsender Nutzerzahl im Netzwerk gingen diese Werte stetig zurück.

Auch wenn Bitcoin nach wie vor volatil ist, insbesondere im Vergleich zu traditionellen Märkten, hat seine Volatilität in den vergangenen 15 Jahren abgenommen.

Diese historische Widerstandsfähigkeit zeigt sich auch in den On-Chain-Daten von Bitcoin: Nach jedem Bärenmarkt kamen neue Wallets, Adressen und Nutzer ins Netzwerk.

Institutionelle und staatliche Adoption

Wie bereits erwähnt, wird Bitcoin zunehmend von führenden Finanzinstituten übernommen, darunter BlackRock, der weltweit größte Vermögensverwalter nach verwaltetem Vermögen, der inzwischen den größten Bitcoin-ETF hat.

Diese Adoption setzt sich fort, da immer mehr börsennotierte Unternehmen eigene Bitcoin-Treasury-Strategien ankündigen. Das bedeutet, dass sie BTC auf ihrer Bilanz halten und Finanzinstrumente einsetzen, um für Anleger mehr Bitcoin zu kaufen. 

Die neueste Entwicklung dieser Adoption könnte auf der Ebene der Nationalstaaten stattfinden: Länder wie El Salvador haben BTC bereits als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt, während das Königreich Bhutan zu einem der führenden Bitcoin-Miner aufgestiegen ist.

Sollten die USA zudem ihre strategische Bitcoin-Reserve umsetzen, könnte dies einen globalen Wettlauf der Nationen um den Aufbau eigener BTC-Reserven auslösen.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin wirklich auf Null fällt?

Die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin auf Null fällt, liegt bei nahezu Null.

Dafür wäre ein weltweit katastrophales Ereignis nötig, und alle bestehenden Halter und Kapitalallokatoren müssten gleichzeitig verkaufen, oder das gesamte Netzwerk müsste ohne jede Aussicht auf Erholung zusammenbrechen.

Zudem ist Bitcoin so konzipiert, dass es profitabler ist, zum Erfolg des Netzwerks beizutragen, etwa durch Mining, als es anzugreifen.

Quantencomputing wird ebenfalls häufig zu den entscheidenden potenziellen Bedrohungen gezählt, da es theoretisch in der Lage sein könnte, das Netzwerk anzugreifen und BTC von Bitcoin-Walen zu stehlen. Allerdings ist die traditionelle Finanzinfrastruktur wohl noch anfälliger für solche Angriffe und Bitcoin-Entwickler arbeiten bereits an quantencomputerresistenten Lösungen (nur für den Fall der Fälle).

Abonnieren Sie den Samara-Newsletter und erhalten Sie weitere Marktanalysen und datenbasierte Recherchen direkt in Ihren Posteingang.

FAQs

Was bedeutet es, wenn Bitcoin auf Null fällt?

Das bedeutet, dass der Bitcoin-Kurs, in einer Fiat-Währung wie dem US-Dollar denominiert, bei null oder nahe null liegen würde. Angesichts des aktuellen Zustands des Netzwerks, der Investoren-Euphorie und der wachsenden Adoption ist dies jedoch äußerst unwahrscheinlich.

Wie behält Bitcoin seinen Wert in Markteinbrüchen?

Bitcoin behält seinen Wert in Markteinbrüchen aufgrund seiner Angebots- und Nachfragedynamik. Bei allen bisherigen starken Ausverkäufen fand BTC stets ausreichend Nachfrage, um den Preisrückgang zu stoppen und den Kurs zu neuen Allzeithochs zu treiben, weil Investoren an diese Technologie und ihr Zukunftspotenzial glauben.

Wird Bitcoin auf Null fallen?

Obwohl es theoretisch möglich wäre, ist es unwahrscheinlich, dass Bitcoin auf Null fällt. Selbst bei den grössten Kurskorrekturen der Vergangenheit verlor die weltweit führende Kryptowährung nie ihren gesamten Wert. Die Nachfrage von Institutionen, Unternehmensstrategien und langfristigen Bitcoin-Haltern stützt den Kurs. Diese wachsende Nachfrage in Kombination mit dem festen Angebot von 21 Millionen Bitcoin hat dazu beigetragen, dass die Kryptowährung im Laufe der Zeit, mit Phasen hoher Volatilität, an Wert gewonnen hat.

Kann Bitcoin seinen Wert verlieren?

Der Bitcoin-Kurs kann aufgrund von Marktvolatilität fallen, die durch idiosynkratische Nachrichten, makroökonomische Veränderungen oder regulatorische Anpassungen ausgelöst wird. Ein vollständiger Wertverlust ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch höchst unwahrscheinlich, da sich die Kryptowährung zu einem etablierten alternativen Vermögenswert entwickelt hat.

Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Nichts in diesem Artikel ist als Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten zu verstehen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Sie sollten eigene Recherchen anstellen und vor jeder Anlageentscheidung einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.