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Bitcoin-Volatilität: Wie volatil ist Bitcoin wirklich?

May 18, 2026

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Volatilität ist eines der markantesten Merkmale von Bitcoin (BTC). Tägliche Kursbewegungen von 5 bis 10 Prozent sind am Bitcoin-Markt schließlich keine Seltenheit.

In diesem Artikel schauen wir uns an, was Bitcoin so volatil macht und wie sich diese Volatilität im Laufe der Zeit verändert hat.

Was ist Bitcoin-Volatilität?

Wie bei jedem anderen handelbaren Vermögenswert misst die Bitcoin-Volatilität die Kursschwankungen von Bitcoin (BTC). Je stärker und schneller die Bewegungen ausfallen, desto höher ist die Volatilität.

Zwar können einzelne Aktien gelegentlich sogar stärker schwanken als BTC, als Anlageklasse ist Bitcoin jedoch im Durchschnitt immer noch volatiler als etwa der S&P 500. Deshalb gilt Bitcoin oft als sehr volatiler Vermögenswert, auch wenn seine Volatilität über die Jahre zurückgegangen ist.

Was ist der Bitcoin-Volatilitäts-Chart?

Der Bitcoin-Volatilitäts-Chart ist ein wichtiges Instrument für Anleger, um Veränderungen der BTC-Volatilität zu verfolgen, fundiertere Entscheidungen zu treffen und Risiken besser einschätzen zu können.

Solche Charts bilden üblicherweise Zeiträume von 30 und 60 Tagen ab. Diese Zeitfenster glätten kurzfristige Ausschläge und liefern ein klareres Bild der allgemeinen Marktlage.

Die Volatilitätslinie wird häufig gemeinsam mit dem Bitcoin-Kurs dargestellt. Je höher der Volatilitätswert in Prozent ist, desto weniger vorhersehbar wird der Kurs des Vermögenswerts. Das bedeutet, dass er sich in dieser Zeit stärker bewegt hat.

Der Chart hilft Anlegern dabei:

  • Zu verstehen, wie (in)stabil der Markt ist: Ein hoher Wert bedeutet, dass der Markt angespannt ist.
  • Die Marktstimmung zu verfolgen: Steigende Volatilität kann auf eine Reaktion auf Nachrichten oder auf eine Verschiebung der Nachfrage hindeuten.
  • Ein- oder Ausstiegspunkte zu finden: Je nach Strategie kann der Volatilitätschart einen potenziell guten Zeitpunkt für den Kauf oder Verkauf von BTC aufzeigen.

Wie hat sich die Bitcoin-Volatilität verändert?

Abgesehen von gelegentlichen stärkeren Ausschlägen ist die Bitcoin-Volatilität im Laufe ihrer Geschichte deutlich zurückgegangen, da sich die Anlageklasse bei großen traditionellen institutionellen Investoren etabliert hat und neue regulierte Anlageprodukte auf den Markt gekommen sind.

30-Tage-Volatilitäts-Chart BTC/USD, 2013–2025

Quelle: Coinglass

Die Bitcoin-Volatilität ist in Zeiten von Unsicherheit oder starken Marktbewegungen stets gestiegen.

Im Jahr 2025 ist die 30-Tage-Volatilität von BTC bisher nur einmal auf fast 3 Prozent geklettert, und zwar im März. Ausgelöst wurde dies durch Nachrichten über mögliche Trump-Zölle, die nicht nur BTC, sondern auch die traditionellen Märkte erschütterten. Anleger wollten schnell Gewinne mitnehmen oder in sicherere Vermögenswerte umschichten, was starke Kursschwankungen zur Folge hatte.

Eine kürzliche Phase hoher Volatilität war der Bullenmarkt 2020–2021. Nachdem Bitcoin im März 2020 auf rund 5’000 US-Dollar gefallen war, kletterte der Kurs bis April 2021 auf 63’000 US-Dollar. Dieser Preisanstieg wurde von institutioneller Nachfrage und wachsendem Interesse der Privatanleger getragen. Im Februar 2021 erreichte die 30-Tage-Volatilität fast 6 Prozent, genau als die Kurse Fahrt aufnahmen.

Was sind die wichtigsten Treiber der Bitcoin-Kursschwankungen?

Der Bitcoin-Kurs wird von einem Mix aus wirtschaftlichen und stimmungsgetriebenen Faktoren beeinflusst.

Neben der klassischen Dynamik von Angebot und Nachfrage kann der Kurs als Reaktion auf große Investorenbewegungen, globale Ereignisse und Aktivitäten am BTC-Derivatemarkt stärker ausschlagen. Mit wachsendem Markt und zunehmender Reife dieser Anlageklasse dürfte der Einfluss dieser Faktoren jedoch weiter abnehmen und die Bitcoin-Volatilität insgesamt sinken.

Angebot und Nachfrage

Bitcoin hat ein festes Angebot von 21 Millionen Coins. Diese eingebaute Knappheit führt dazu, dass ein starker Nachfrageanstieg den Kurs leichter nach oben treiben kann. Ereignisse wie die Einführung eines Bitcoin-ETFs (Exchange-Traded Fund) oder größere Käufe von Unternehmen wie Strategy (ehemals MicroStrategy) können den Markt beflügeln. 

Umgekehrt kann nachlassendes Interesse oder ein großangelegter Abverkauf den Kurs schnell nach unten ziehen.

In der Vergangenheit galt auch das Bitcoin-Halving als einer der wichtigsten Treiber der vierjährigen BTC-Kurszyklen. Da sich die neue Bitcoin-Emission jedoch alle vier Jahre halbiert, hat sie inzwischen ein Niveau erreicht, das im Verhältnis zur Gesamtgröße des Marktes zu gering ist, um noch stärker ins Gewicht zu fallen.

Makroökonomische und politische Faktoren

Entscheidungen der US-Notenbank, die Inflationsentwicklung, geopolitische Risiken und Trends am Aktienmarkt spielen alle eine Rolle. In unsicheren Zeiten betrachten manche Anleger Bitcoin als „digitales Gold" oder sicheren Hafen. Andere sehen ihn dagegen eher als Risikoanlage und verkaufen ihn in Panikphasen als Erstes.

Auch politische Ereignisse wie die US-Präsidentschaftswahl können den Markt bewegen, wie BTC nach der Wahl von Donald Trump erlebte, als der Kurs in der Hoffnung auf eine bitcoinfreundlichere Regierung anstieg.

On-Chain-Aktivität und Liquidität

In Kombination mit anderen Daten können Kennzahlen wie die Reserven auf Börsen, die Aktivität von Whale-Wallets und die Veränderung der Anzahl der BTC-Transaktionen Hinweise auf die Marktstimmung liefern. Ein großer Abfluss von BTC von den Börsen kann beispielsweise auf Akkumulation und die Erwartung steigender Kurse hindeuten.

Regulatorische Unsicherheit und Branchenturbulenzen

Äußerungen von Aufsichtsbehörden wie der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission, Meldungen über mögliche Verbote oder durchgesickerte Informationen von Gesetzgebern können den Markt ebenfalls bewegen. Zwar sind die globalen Regulierungen im Vergleich zu den Anfangsjahren von Bitcoin deutlich klarer geworden, doch reagieren Anleger nach wie vor empfindlich auf regulatorische Nachrichten.

Auch Sicherheitsvorfälle wie Börsen-Hacks und -Zusammenbrüche können Panik auslösen, wie es beim Zusammenbruch der Börse FTX der Fall war. Solche Ereignisse können das Marktvertrauen erschüttern und die kurzfristige Volatilität erhöhen, auch wenn sie nicht direkt mit Bitcoin zusammenhängen.

Institutionelle Beteiligung

Großanleger wie Trusts und börsennotierte Unternehmen haben einen erheblichen Einfluss. Wenn sie Bitcoin oder Bitcoin-Anlageprodukte kaufen oder verkaufen, werden die Effekte durch die Größe ihres Kapitals verstärkt.

Ein weiterer zunehmend wichtiger Faktor ist die Entscheidung zur Einrichtung der Strategic Bitcoin Reserve in den USA, also einer staatlichen Bitcoinreserve. Sie stärkt die Rolle von BTC als Investment und bindet ihn enger an die traditionelle Finanzwelt.

Warum ist Bitcoin volatiler als traditionelle Anlagen?

Bitcoin ist in der Regel volatiler als traditionelle Vermögenswerte wie Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Immobilien usw., weil Anleger bereits mit der Funktionsweise und Regulierung dieser traditionellen Märkte vertraut sind.

Bitcoin hingegen ist ein relativ junger Marktteilnehmer und von Anlegern noch nicht vollständig durchdrungen. Diese verfolgen oft einen eher spekulativen Ansatz statt einer Strategie, die auf den tatsächlichen Fundamentaldaten von Bitcoin beruht.

Zudem ist Bitcoin weniger liquide als die meisten großen Anlageklassen, wodurch Kauf- oder Verkaufsaufträge mit großem Volumen den Markt stärker bewegen können.

In jedem Fall gilt Bitcoin als einigermaßen mit dem Aktienmarkt korreliert, insbesondere mit Technologieunternehmen im Nasdaq-100-Index. BTC bewegt sich allerdings schneller, da er rund um die Uhr gehandelt wird. In Bullen- und Bärenmärkten entwickelt sich Bitcoin zudem zunehmend eigenständig.

Selbst wenn sich BTC und traditionelle Anlagen in dieselbe Richtung bewegen, bleibt die Volatilität von Bitcoin aufgrund der genannten Gründe höher. Das macht ihn zu einem unberechenbaren und riskanteren Vermögenswert.

Vergleich zwischen Bitcoin-Kurs und S&P 500

Quelle: Newhedge

Fazit

Volatilität ist eines der zentralen Merkmale von Bitcoin. Sie bringt Risiken mit sich, eröffnet aber auch Chancen. Wer in diesem Markt erfolgreich handeln oder investieren will, muss verstehen, was den Kurs bewegt, Daten im Blick behalten und Risiken sorgfältig steuern.

Bitcoin ist nicht einfach nur ein weiterer Vermögenswert. Er ist Teil eines wachsenden neuen globalen Finanzsystems, in dem Geschwindigkeit, Zugang zu Informationen und Anpassungsfähigkeit entscheidend sind.

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FAQs

Zu welcher Tageszeit ist Bitcoin am volatilsten?

Bitcoin ist in der Regel während der Haupthandelszeiten am volatilsten, insbesondere wenn sowohl der US-amerikanische als auch der europäische Markt aktiv sind. Das ist häufig zwischen 13:00 und 17:00 Uhr UTC der Fall. Zusätzlich steigt die Volatilität rund um wichtige Nachrichtenereignisse sowie bei Preisanstiegen oder -abstürzen, wenn sich der Markt neu einpendelt.

Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Nichts in diesem Artikel ist als Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten zu verstehen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Sie sollten eigene Recherchen anstellen und vor jeder Anlageentscheidung einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.